Raumwahrnehmung in Theorie und Praxis

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00:00:02: Du, ich und Bernd Höcke befinden sich im gleichen Raum.

00:00:07: Und zwar immer unser gesamtes Leben lang!

00:00:12: In dieser schlechten Nachricht steckt aber auch eine gute Nachricht nämlich dieser Raum in dem wir uns gemeinsam befinden ist so groß dass wir uns vielleicht sogar wahrscheinlich niemals über den Weg laufen werden denn das ist der Weltraum.

00:00:30: Der Weltraum ist ein offener Raum das heißt Da kannst du in alle Richtungen los.

00:00:36: Ja, sagen wir eher könntest aber in der Theorie oder alles was sich darin bewegt zum Beispiel ein Komet kann da so relativ frei sagen hey ich stelle es nach links rechts oben unten zack darum rum kann nicht in alle richtungen.

00:00:51: Der Planet Erde wiederum ist ein halb offener Raum.

00:00:54: Da kannst du immer noch in einige Richtungen, aber nicht mehr alle.

00:00:57: Du kannst auch nicht unbedingt einfach so grenzenlos nach oben weil da kriegst du irgendwann keine Luft mehr.

00:01:04: Ist zumindest für den Menschen ohne irgendwelche Sicherheitsvorkehrungen auch begrenzt.

00:01:11: Auch so auf der Fläche gibt es Grenzen, ich meine jetzt nicht die Grenzen die Frontext zieht.

00:01:16: Ich mein jetzt eher so die Grenze wie das Urallgebirge.

00:01:20: da ist es schwer drüber zu kommen.

00:01:23: Also die Erde ein halb offener Raum.

00:01:27: Dann gibt es noch den geschlossenen Raum und der geschlOSSene Raum isst zum Beispiel dein Wohnzimmer Ja ist nicht so geschlossen dass du da gar nicht raus könntest.

00:01:36: Du hast immer noch eine Tür aber An sich ist dieser Raum ganz klar physisch abgegrenzt und in alle Richtungen verschlossen.

00:01:46: Fassen wir nochmal kurz zusammen, Räume teilen sich auf im offener Raum, halboffener Raum und geschlossener Raum.

00:01:57: Nun weiß ich nicht in welcher Form von Raum du dich befindest aber mit diesem Raum wollen wir jetzt gleich mal ein bisschen spielen.

00:02:03: und wenn das jetzt nicht unbedingt Das Auto ist, mit dem du mit dreihundertsechzig Sachen durch die Innenstadt bretterst oder du gerade als Pilot im Flugzeug sitzt wie so ein mittelständischer Friedrich Merz früher morgen.

00:02:18: Dann bitte ich dich schließe deine Augen kannst dabei auch gerne ein bisschen entspannen.

00:02:27: vor allem möchte ich aber dass du dir mit geschlossenen Augen diesen Raum in dem Du Dich befindest einmal vorstellen.

00:02:39: Es geht also um die Form des Raumes, Grundfläche Höhe.

00:02:46: Wo ist die Tür?

00:02:48: Wo ist das Fenster?

00:02:49: oder wo geht die Wiese in den Wald über?

00:02:55: und zu dieser Beschaffenheit gehört eben auch die Höhe des Raums.

00:03:03: Zur Höhe eines Raumes wenn du dir weiter deinen Raum so vorstellen kannst will ich dir mal einen kleinen Funfact erzählen.

00:03:13: Wenn du mal in einem größeren Supermarkt bist, so in diesen Kaufhallen, ne?

00:03:18: Zwanzig Kassen nebeneinander und dann heb mal den Blick und guck nach oben.

00:03:24: Und schau mal wo dieses Bild des Supermarkts die schönen hellfarbigen Wände... ...die Werbung, die Bilder, die Regale, wo das aufhört!

00:03:37: Dann wirst Du feststellen da gibt es eine klare Grenze ist einfach eine Linie als wäre der Raum auf einer gewissen Höhe von etwa fünf Metern abgeschnitten und darüber ein anderer Raum draufgesetzt, der kein Design hat sondern einfach nur aus Funktionen besteht.

00:03:56: Lüftungsanlagen, Kameras, Pipapo... Und das ist diese Höhe die wir in der Regel überhaupt nicht mehr wahrnehmen.

00:04:07: da gucken wir nicht hin.

00:04:08: Achte da mal drauf!

00:04:12: Jetzt aber achte mal darauf Bei geschlossenen Augen nicht nur wie dieser Raum in dem du dich gerade befindest, egal ob er offen oder geschlossen ist, geformt, gebildet ist, gebaut oder gewachsen.

00:04:27: Sondern auch was sich darin befindet und wo es sich befindet.

00:04:34: bei einem künstlichen Raum wie einem Gebäude, einem Zimmer eine Halle Können das Stuck an der Decke sein, es können Bilder sein.

00:04:44: Es können Einrichtungsgegenstände sein.

00:04:46: Das kann Möbel sein.

00:04:48: Bei einem natürlichen Raum vielleicht ein Baum... ...das Gras oder einen Fleck wo weniger Gras ist.

00:04:55: Wo sind die Blumen?

00:04:56: Wo ist vielleicht genau diese Blüte, die eben als du den Augen noch offen hattest sehr nah in deinem Gesichtsfeld war?

00:05:04: und so weiter und sofort.

00:05:06: Also schaffe dir mal ein Bild von diesem Raum und gehe immer mehr ins Detail.

00:05:24: Du hast die Augen geschlossen.

00:05:25: weiterhin, wir haben jetzt schon mit zwei Stufen diesen Raum betrachtet also diesen Raum selber wie er gebaut ist oder gewachsen Die Form dieses Raumes Und in der zweiten Stufe womit er gefüllt ist und wo sich diese Füllung so befindet Bild an der Wand, Baum auf der Weide.

00:06:00: Die dritte Stufe da wird es interessant ist ein Sinn.

00:06:09: Wir glauben ja wir haben fünf Sinne das sind so die Hauptsinn sehen hören fühlen schmecken riechen.

00:06:18: wir haben aber auch einen Gleichgewichtssinn und wir haben also ein bisschen diffusere Dinge die nicht ganz klar an Rezeptoren gebunden sein müssen wie zum Beispiel das Sehen ganz klar natürlich an die ganzen Zäpfchen in den Augen gebunden ist, sondern auch eine Kombination aus mehreren Rezeptoren.

00:06:38: Und jetzt spürte ich da mal rein wie also... ...in welche Körperpositionen?

00:06:46: In welcher Ausrichtung aber auch wo Höhe Länge Tiefe in diesem Raum du dich befindest!

00:07:06: Ja und jetzt haben wir genau das um rissen, was die gesamte Raumwahrnehmung eigentlich bedeutet.

00:07:18: Den Raum selbst wahrzunehmen?

00:07:22: Die Inhalte des Raumes wahrzunnehmen und dich selbst in diesem Raum wahrzuleben.

00:07:36: Wenn du magst kannst du deine Augen wieder öffnen.

00:07:38: Du musst sie nicht öffnenden Du kannst auch nur ein Auge öffnet.

00:07:42: Da will ich dir keine Vorschriften machen.

00:07:44: Ich will dir jetzt ein paar Brücken schlagen, wie wir das nutzen können und was das für den Alltag bedeutet.

00:07:50: Und durchaus auch... ...für gewisse mentale Selbstregulationen.

00:07:59: Im Alltag ist es nämlich so dass wir nicht nur in diesem einen Raum uns befinden sondern Wir haben auch sehr viele Wechsel.

00:08:08: ich mache mal eine ganz schnelle Kette Du befindest dich in deinem Bett und wachst auf.

00:08:13: du verlässt deinen Bett umstehst plötzlich In deinem Schlafzimmer du verläst das SchlafZimmer Gehst durch den Flur ins Badezimmer.

00:08:20: Im BadeZimmer gehst du in die Duschkabine, Du duscht!

00:08:23: Du kommst raus aus der Dusch-Kabine und gehst durch den Fluhr in die Küche.

00:08:26: In der Küche machst du dir ein Kaffee?

00:08:28: Mach's!

00:08:29: Der Balkontür.

00:08:30: aufstehst auf dem Balkon, trinkst deinen Kaffeeschaust über... Die Landschaft Zieh es dich an, öffnest die Tür, gehst in den Garten raus, durch den Gaten bis an den Gartenzorn verlässt den Gatten, bist auf der Straße suchts dein Auto Du steigst ein in dein Auto.

00:08:49: In deinem Auto bist du nun einige Zeit, aber in diesem Raum auch wieder mit Raumwechseln konfrontiert.

00:08:58: Denn dieses Auto fährt eine Straße entlang, fährt dann auf den Highway, fahrt vom Highway in den Tunnel und fährt aus dem Tunnel wieder heraus.

00:09:04: Fährt wieder durch die Innenstadt, fert dann in eine Garage hinein.

00:09:10: Du verlässt dein Auto, läufst durch die Garage, gehst in einen Fahrstuhl.

00:09:15: Von diesem Fahrstuel gehst du wieder raus, bist in einem völlig anderen Raum nämlich eine völlig andere Etage nicht mehr in der Garage sondern in einem Funktionsgebäude, in einem Flur.

00:09:26: diesen Flur gehst Du entlang bis Du in Deinem Büro landest und dann hast Du jetzt schon die Schnauze voll und deswegen gehst Dich von Dein Büro erst einmal auf den Balkon.

00:09:38: Ich mache es jetzt ein bisschen kürzer.

00:09:39: plötzlich sitzt Du im Theater.

00:09:42: Im Theater geht das Licht aus Die Bühne geht auf und du befindest dich mental bei Shakespeare in einer Szene im vierzehnten Jahrhundert.

00:09:52: Tag war hier anstrengend, jetzt kannst du nur ein bisschen im Theater vor Dich hintrossen um dann irgendwann noch an der Bar zu sitzen.

00:10:00: und an der bar trinkst Du Dir noch einen an vielleicht ein bisschen zu viel fährst also nicht Auto sondern lässt Dich mit dem Taxi nach Hause bringen Und landest am Ende wieder in Deinem Schlafzimmer und dort in deinem Bett.

00:10:16: Also können wir zusammenfassend sagen, wir bewegen uns in und durch Räume den ganzen Tag ständig hier und da und dort.

00:10:25: Das können physische echte Räumes sein – das sind sie meistens aber Stichwort Shakespeare-Theater – das können auch mentale Räumen sein!

00:10:36: Und das Schlimme ist dass wir das alles meist nicht bewusst erleben.

00:10:42: Warum kann es nun aber nützlich sein, Räume bewusster zu erleben.

00:10:50: Hier könnt ich jetzt einen langen Vortrag halten will ich nicht.

00:10:53: Ich will dir ein Beispiel geben.

00:10:55: Du bist in einer geschlossenen Raumsituation Vielleicht bist du Lehrerin Lehrer in der Schulklasse und die Schulklasse ist gerade sehr gestresst.

00:11:05: Du bist im Klassenzimmer Die Kids machen Alarm und du hast eh schon Stress.

00:11:10: Vielleicht bist du Politikerin-Politiker, bist in einem Funktionsraum, in einem Ausschuss ist eine ähnliche Situation.

00:11:17: Da geht es auch wild und wüstern und her.

00:11:19: Bist auch gestresst!

00:11:21: Also du bist im geschlossenen Raum mit einer Menschengruppe und da herrscht Stress vor.

00:11:29: Jetzt Beispiel Lehrerinnenlehrer Wechsel die Klassenstunde, das heißt aber dass du auch das Klassenzimmer den Klassenraum wechseln musst.

00:11:39: Das heißt du verlässt diesen Klassenraum gehst über einen längeren Flur und in einen anderen Klassen Raum hinein.

00:11:45: Das musst du sowieso weil da der nächste Unterricht stattfindet wird, den Du ja verantwortlich bist.

00:11:51: Das gleiche ist mit der Politikerinnen und der Politikern denkbar.

00:11:55: Du verlässte diesen Ausschuss und hast danach ein Fraktionstreffen.

00:12:00: Du musst also wiederum über einen Flur und wo landest du?

00:12:04: wiederum in einem Funktionsraum, wiederum mit einer Menschengruppe.

00:12:08: Das kann man jetzt auf sehr viele weitere Beispiele übertragen.

00:12:11: das müssen nicht zwingend geschlossene Räume sein.

00:12:14: hier wird es aber sehr anschaulich.

00:12:18: Wie kannst Du nun die Raumwahrnehmung nutzen um diesen Stress den Du in Raum eins Klassenraum Ausschuss whatever hattest ein bisschen abzudämpfen um quasi wirklich ein besseres Lebensgefühl zu bekommen für diesen Zeitraum, für diesen Moment.

00:12:39: Der dann folgt nämlich im zweiten Klassenzimmer in der Fraktion Wormer.

00:12:47: Ich will dir nun zwei Übungen an die Hand geben, die immer generativer Natur sind.

00:12:53: Schauen wir mal Eine Möglichkeit diesen Stress loszuwerden oder zumindest zu minimieren ist es eben mit Imagination zu arbeiten.

00:13:03: Das heißt, du machst dir ein inneres Bild von diesem Stress den Du in Raum A empfindest und baust dieses Bild so dass Du diese Imagination in Raum a zurücklassen kannst.

00:13:18: Also kannst Du zum Beispiel während diesem Zusammenpacken also der Minute zwischen da war die Veranstaltung Und wir verlassen den Raum In dieser Zeit kannst Du einen imaginären Gülle einmal voller Stress, einfach an die Wand schütten und dir vorstellen das heißt ein Stress in diesen Raum noch mal getragen indem du dich gerade befindest aber diesen Raum verlässt du ja gleich.

00:13:43: Das heisst du verlässte dann auch diese Stressgülle.

00:13:47: etwas weniger rabiat.

00:13:49: aber ähnlich von der Funktionsweise ist ein Koffer voller stress diesen koffer kannst du ganz bewusst auch mit dem wirklich bewussten öffnen deine hand abstellen bevor du den Raum verlässt.

00:14:04: Du lässt ihn also zurück, den Koffer die Gülle.

00:14:10: je stärker deutlicher realistischer du dir das visualisieren kannst desto größer ist auch die Wirkung.

00:14:19: da könnte ich jetzt einen großen Vortrag über.

00:14:21: wie funktioniert unser Gehirn?

00:14:23: Wie funktioniert diese ganze Geschichte auf psychologischer Ebene halten?

00:14:28: Das würde jetzt so weit führen.

00:14:30: machen wir nicht.

00:14:33: Das ist die Seite etwas Negatives loszulassen.

00:14:39: Du kannst aber auch zusätzlich oder nur von der anderen Seite kommen, damit anfangen dass du während du schon auf dem Flur bist und dich zu Raum B bewegst das du dir vorstellst mit welcher schönen Antistressfarbe Raum b gefüllt ist.

00:15:00: Kommen wir noch kurz zum Koffer.

00:15:01: Auch den Koffer kannst du auf positive Weise verwenden.

00:15:04: Du kannst nicht nur einen Stresskoffer hinter dir lassen, du kannst auch wenn du in ein anderen Raum gehst einen schönen Entspannungskoffer greifen!

00:15:16: Ja jetzt haben wir ein bisschen was gelernt wie Räume so sind und unsere Wahrnehmungen mit Räumen interagieren kann funktionieren kann auch wie wir das nutzen können.

00:15:25: Jetzt will ich noch eine letzte Brücke schlagen und dann ist es auch gut für heute Und zwar All diese Betrachtungen des Raumes, all diese Raumvorstellungen zum Beispiel Augen geschlossen und sich in diesem Raum mal umschauen.

00:15:42: Alle diese tatsächlichen Wahrnehmungen durch diesen Raum zu huschen usw.

00:15:50: sind aus einer Perspektive heraus gemacht nämlich die Perspektiv homosapiens.

00:15:55: du Und diese Perspektiven kannst Du immer generativ ebenfalls ändern Die Wahrnehmung des Gesamtraums erweitern.

00:16:07: Stell dir vor, du hast eine Mietzekatze zu Hause und diese Mietekatze nimmt diesen Raum aus einer ganz anderen Höhe wahr aber auch mit einer ganz anderer Begeberkeit.

00:16:22: im Gegensatz zu dir kann die Katze den Kratzbaum hoch bis an die Decke und kann sich auf dem Schrank setzen.

00:16:29: Und genau das kannst auch du tun mit der Raumwahrnehmungen.

00:16:33: Du kannst immer generativ den Raum aus einer ganz anderen Position wahrnehmen, zum Beispiel aus der Position einer Katze und so weiter und sofort.

00:16:45: Und auch das wird deine Raumwahrnehmung erweitern!

00:16:53: Ja, das war es jetzt von meiner Seite.

00:16:54: ich will dir noch ein Stichwort in den Schoß werfen damit du noch was zu denken hast... ...und das ist der Zeitraum.

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